Mitte der 1980er-Jahre geriet die damalige Besitzerin des Post Hotels und des Hotel Paradies, die Firma Post Terminus Weggis AG, in finanzielle Schwierigkeiten und suchte nach neuen Nutzungsmöglichkeiten. Kurze Zeit war sogar die Gründung einer islamischen Universität im Gespräch. Der interessierte Sultan - eine illustre Person - zahlte jedoch letztlich nicht einmal seine Hotelrechnung. Eine weitere Option war, die amerikanische Hotelgruppe Pacific Sun als Investorin zu gewinnen gewonnen. Doch auch diese Idee scheiterte.
Am Ende führten undurchsichtige Geschäfte 1991 zu einer Zwangsversteigerung des Hauses für 9.5 Millionen Franken und zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe für den Besitzer. Für viele Stammgäste kam diese Entwicklung völlig überraschend.
„Das Weggiser Stübli war bis dahin stets ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen gewesen, während die Restaurants Postillion und Terminus mit ausgezeichneter Küche die Gäste von weither erfreuten. Das damals neuartige Wellnessangebot zog zudem Gäste aus der ganzen Region an. „Der Hotel-Allrounder - auch Dorforiginal - ‚Pulsy‘ hatte immer Zeit für einen Schwatz“, erinnert sich eine ehemalige Mitarbeiterin, die in den 1980er Jahren ihre Ausbildung im Post Hotel absolviert hat. „Trotz Studhalters Problemen liessen wir uns nicht beirren - es war eine spannende Zeit, geprägt von familiärem Zusammenhalt.“
Aus dem Post Hotel wurde schliesslich ein Casino mit Hotelzimmern. Das Casino blieb jedoch nur wenige Jahren geöffnet, denn der Kanton vergab später die Spielbankenlizenzen restriktiver. Erst in den 2000er Jahren beruhigte sich die Lage unter neuer Führung. Mit dem jüngsten Verkauf an die Pühringer Group wird sicher ein neues Kapitel aufgeschlagen.
Inventarnummern 131321/13132, K045 / Karin Bernath
