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Spuren einer verborgenen Landesverteidigung

Im zweiten Weltkrieg wurden in der gesamten Schweiz - auch in Weggis - strategisch wichtige Strassen als «Sprengobjekte» vorbereitet. Im Ernstfall sollten sie den Vormarsch einer möglichen deutschen Invasion stoppen. Für den Weggiser Josef Stalder ist dieses Kapitel Geschichte mit persönlichen Erinnerungen verbunden: „Als Knabe ging ich in die Lützelau fischen und entdeckte runde Deckel mit einem Durchmesser von etwa 40 Zentimetern. Unter diesen unscheinbaren Abdeckungen wäre bei einer Invasion Sprengstoff eingelagert worden. Und seeseits erkennt man noch heute zwischen den Bäumen einige Panzersperren“. Im Kriegsfall hätte damit die Strasse Richtung Vitznau unpassierbar gemacht werden können.

Später verschwanden die geheimnisvollen Deckel. „In den 60er- oder 70er Jahren wurde die Strasse asphaltiert und die Deckel sind nicht mehr sichtbar“, erzählt Josef Stalder. Die Erinnerungen an die verborgenen Vorbereitung aus Kriegszeiten ist jedoch bis heute geblieben.

 

Aufgezeichnetes Gespräch mit Josef Stalder vom 8. Juni 2026 / Karin Bernath